Landtagswahl 2026. Was die Parteien zur Fischerei sagen

Der LFVBW hat die Parteien befragt. Die Antworten zeigen, wie Angelfischerei, Naturschutz, Gewässerpflege und Jugendarbeit politisch eingeordnet werden.

Angler sind weit mehr als Freizeitnutzer. Sie leisten Hege, Gewässerpflege, Monitoring, Jugendarbeit und Naturschutz. Genau diese Themen hat der Landesfischereiverband Baden-Württemberg in seinen Wahlprüfsteinen zur Landtagswahl 2026 aufgegriffen. Die Antworten der Parteien sind für Vereine ein wichtiger Gradmesser.

March 10, 2026
Daniel Altiparmak - Avatar Daniel Altiparmak

Mit den Wahlprüfsteinen zur Landtagswahl 2026 hat der Landesfischereiverband Baden-Württemberg wichtige Fragen an die Parteien gestellt. Im Fokus stehen Themen, die unsere Vereine direkt betreffen. Dazu zählen der Stellenwert der Angel- und Berufsfischerei, der praktische Naturschutz, die Hegepflicht, der Umgang mit Schutzgebieten, die Folgen des Klimawandels sowie die Förderung der Jugendarbeit.

Auffällig ist, dass die Parteien die Bedeutung der Angelfischerei grundsätzlich anerkennen. In den Antworten wird deutlich, dass Anglerinnen und Angler nicht nur als Nutzer der Gewässer gesehen werden, sondern auch als Menschen, die Verantwortung übernehmen. Genannt werden unter anderem Gewässerpflege, Artenschutz, Monitoring, Umweltbildung, regionale Wertschöpfung und ehrenamtliches Engagement.

Für uns als Fischereiverein ist ein Punkt besonders wichtig. Mehrere Parteien sehen Angler ausdrücklich als wichtige Naturschützer. Begründet wird das mit der regelmäßigen Präsenz am Wasser, dem frühen Erkennen von Problemen wie Fischsterben, Verschmutzungen oder illegalen Einleitungen und mit der aktiven Hege- und Pflegearbeit in den Vereinen.

Auch beim Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Hegepflicht zeigt das Dokument, wie relevant unsere Arbeit vor Ort ist. Die Parteien setzen hier unterschiedliche Akzente. Genannt werden vor allem bessere Abstimmung, praxistaugliche Lösungen, klare Regelungen und regionale Abwägungen. Klar ist aber auch, dass Fischerei und Naturschutz politisch nicht als Gegensätze behandelt werden sollten.

Ein weiteres großes Thema ist der Klimawandel. Höhere Wassertemperaturen, Trockenperioden und veränderte Abflüsse setzen Fischbestände und Lebensräume unter Druck. In den Antworten geht es um Beschattung, Gewässerrandpflege, Strukturverbesserung, Renaturierung, bessere Klärtechnik und die Einbindung der Vereine bei Monitoring und Krisensituationen. Auch hier wird sichtbar, dass die organisierte Angelfischerei als Partner vor Ort wahrgenommen wird.

Wichtig ist auch der Blick auf die Zukunft. Die Wahlprüfsteine sprechen die Jugendarbeit ausdrücklich an. Dabei geht es um Nachwuchsgewinnung, Umweltbildung und den frühen Zugang junger Menschen zu Natur, Verantwortung und nachhaltigem Handeln. Gerade für unsere Vereine ist das ein zentrales Thema.

Unser Eindruck aus dem Dokument ist klar. Die Themen der Fischerei sind in der Landespolitik angekommen. Gleichzeitig wird es darauf ankommen, wie viel von diesen Aussagen später auch praktisch umgesetzt wird. Für Vereine wie unseren bleibt deshalb wichtig, aufmerksam zu bleiben, Position zu beziehen und die politische Entwicklung im Sinne unserer Gewässer und unserer ehrenamtlichen Arbeit weiter zu begleiten.

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