
Abfischung Kleiner Ratzenrieder und Artisberger
Über 70 Helfer fischen an einem Tag zwei Weiher ab
Um 7 Uhr trafen wir uns am Vereinsheim, um zwanzig nach neun lagen am Kleinen Ratzenrieder schon die großen Hechte im Korb. Am Samstag, 26. September, haben wir zwei Gewässer an einem Tag abgefischt, erst den Kleinen Ratzenrieder und direkt danach den Artisberger. Über 70 Helferinnen und Helfer waren dabei. Morgens am Weiher war es ziemlich frisch, da hat man gemerkt, dass wir mitten im Herbst sind. Gegen Mittag war es dann schon fast spätsommerlich, beim Sortieren standen die meisten im T-Shirt.

Die eigentliche Überraschung am Ratzenrieder waren nicht die großen Hechte, sondern die kleinen. Junghechte hatten wir dort keine eingesetzt, trotzdem kamen sie korbweise aus dem Weiher. Der Kleine Ratzenrieder zieht seinen Hechtnachwuchs inzwischen selbst groß. Dazu kamen jede Menge Rotaugen und einige Schleien. Zander, Brachsen und Welse, die über den Bach von oben einwandern können, fehlten dagegen ganz. Der Bach lag den ganzen Sommer trocken.

Am Artisberger warteten dann die Zander: große, mittlere und eine ganze Wanne voller fingerlanger Jungzander. Die Schleien, die wir im Frühjahr eingesetzt hatten, sind über den Sommer kräftig herangewachsen und kamen deutlich größer heraus, als sie hineingegangen sind.

Die Fische rutschten über eine Plane aus dem Ablauf, unten standen die Jugendlichen mit Keschern bereit. Auf der Wiese an der Straße wurde nach Art und Größe sortiert, gewogen und alles aufgeschrieben. Mit Sauerstoff ging es dann in die neuen Gewässer. Den größten Teil bekommt das Röhrenmoos, weitere Fische schwimmen jetzt im Schlossweiher Ratzenried, im Pfärrichweiher und im Raibleweiher am Nanzenberg.


Wozu der Aufwand? Erst wenn ein Weiher leer ist, sehen wir, was wirklich darin lebt. Ohne diesen Samstag wüssten wir nichts vom Hechtnachwuchs im Ratzenrieder und nicht, wie gut die Schleien im Artisberger gewachsen sind.
Am meisten gefreut hat uns, wie viele durchgehalten haben. Zwei Weiher an einem Tag gehen nur, wenn nach dem ersten nicht die Hälfte heimfährt. Diesmal blieb der allergrößte Teil fast bis zum Ende. So kamen an einem einzigen Samstag fast 500 Arbeitsstunden zusammen. Danke an alle, die mit angepackt haben. Der Tag endete, wie er bei uns immer endet: beim gemeinsamen Essen im Vereinsheim.
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